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Kartenworte

Die richtigen Worte für Karte und WhatsApp

Sprüche zum Abschied von Kollegen – für Team und Chef

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So entstehen die Texte: eigene Formulierungen, mit KI-Unterstützung entworfen, von Erdi Doğan redaktionell überarbeitet und geprüft. Mehr dazu

Kolleginnen und Kollegen verabschieden sich im Büro mit Händedruck am Besprechungstisch
Foto: 089photoshootings / Pixabay

Die Abschiedskarte liegt auf Ihrem Schreibtisch, zwölf Unterschriften sind schon drin, und Sie haben Platz für zwei Zeilen. Dann reicht ein Satz, der ehrlich klingt: ein Dank, ein guter Wunsch, vielleicht ein Augenzwinkern. Wie viel mehr passt, hängt davon ab, wie gut Sie die Person kennen. Darum beginnt diese Seite nicht mit Sprüchen, sondern mit der Frage, wem Sie eigentlich schreiben.

Erst klären: Wie nah standen Sie sich?

Im Büro reicht die Spanne vom Schreibtischnachbarn, mit dem Sie jeden Morgen Kaffee getrunken haben, bis zur Kollegin aus dem dritten Stock, deren Nachnamen Sie erst in der Rundmail gelesen haben. Die Übersicht zeigt, welcher Ton jeweils passt:

Für wenPassender TonWorauf achten
Enge Kollegin, enger Kollegepersönlich, gern mit einem gemeinsamen MomentEin konkretes Detail (ein Projekt, die Mittagspause) macht den Text echt.
Jemand, den Sie kaum kennenkurz und freundlichEin Satz Dank, ein Satz Wunsch. Keine Nähe vortäuschen.
Gruppenkarte vom ganzen Teamkurz, damit Platz für alle bleibtEin bis zwei Zeilen, Vorname leserlich darunter.
Chefin oder Chefwertschätzend, Sie oder du wie im AlltagFür Vertrauen und Rückhalt danken, nicht schmeicheln.
Jemand, der unfreiwillig gehtwarm und zurückhaltendKein „Glückwunsch“, keine Witze über den Abschied.

Die Kollegin, die Sie kaum kennen: Hier wirkt ein persönlich klingender Satz („Ich werde unsere Gespräche vermissen“) schnell unehrlich, weil es diese Gespräche nie gab. Schreiben Sie lieber etwas, das stimmt: „Danke für die freundliche Zusammenarbeit und alles Gute für den neuen Weg!“ Das ist kurz, aber niemand liest es als Pflichtübung.

Kurze Sprüche für die Gruppenkarte

Diese Texte passen in ein bis zwei Zeilen und funktionieren auch, wenn Sie die Person nur flüchtig kennen.

  • Danke für die gute Zusammenarbeit – und alles Gute für das, was jetzt kommt!

  • Du hinterlässt eine Lücke im Team. Viel Erfolg auf deinem neuen Weg!

  • Neuer Job, neue Leute, neues Glück. Wir drücken dir die Daumen!

  • Schön war’s mit dir. Mach’s gut und lass von dir hören!

  • Ab Montag fehlt hier jemand. Alles Gute für deinen Neustart!

  • Danke für deine Hilfe, deine Geduld und deine gute Laune. Wir werden dich vermissen.

  • Die neue Firma weiß noch gar nicht, was für ein Glück sie hat.

  • Für den neuen Abschnitt: Mut, Neugier und nette Kollegen. Alles Gute!

  • Es war eine Freude, mit dir zu arbeiten. Viel Glück für alles, was kommt!

  • Danke für die freundliche Zusammenarbeit und alles Gute für Ihren weiteren Weg!

Hand mit Kugelschreiber über einer leeren Karte, daneben ein Briefumschlag auf dem Schreibtisch
Erst auf einem Zettel vorschreiben, dann in die Karte: In einer Gruppenkarte sieht jeder, was durchgestrichen wurde. Foto: andrewlloydgordon / Pixabay

So unterschreiben Sie eine Gruppenkarte

Bei einer Gruppenkarte zählt nicht der schönste Spruch, sondern dass die Karte am Ende lesbar ist und alle Platz hatten.

Gut so:

  • Vorher schauen, wie viele noch unterschreiben, und nur so viel Platz nehmen, wie Ihnen zusteht.
  • Am Rand oder in einer Ecke anfangen, nicht mitten auf der Seite.
  • Den Vornamen und in großen Abteilungen auch den Nachnamen dazuschreiben, damit klar ist, von wem der Gruß kommt.
  • Einen Stift nehmen, der nicht durchdrückt oder verschmiert.

Lieber nicht:

  • Insider, die beim Vorlesen in der Runde niemand versteht.
  • Kritik an der Firma oder Vermutungen, warum die Person geht.
  • Nur „LG, Tom“. Ein halber Satz mehr zeigt, dass Sie kurz nachgedacht haben.
Kartenvorschau: Gruppenkarte mit dem Haupttext „Die neue Firma weiß noch gar nicht, was für ein Glück sie hat.“ und mehreren kurzen Grüßen von Kolleginnen und Kollegen am Rand
Kartenvorschau: ein Haupttext in der Mitte, die kurzen Grüße drumherum. So bleibt die Karte auch mit vielen Unterschriften lesbar.

Persönliche Abschiedsworte für enge Kollegen

Für Menschen, mit denen Sie viel Zeit verbracht haben. Diese Texte wirken am besten, wenn Sie ein eigenes Detail ergänzen, etwa das Projekt, an dem Sie zusammen gesessen haben.

  • Wir haben zusammen Abgabetermine überstanden, Projekte gerettet und unzählige Kaffees getrunken. Danke für all das – ich werde unsere Gespräche vermissen. Alles Gute für deinen neuen Weg!

  • Du warst die Person, die man fragen konnte, ohne sich dumm zu fühlen. Danke dafür. Ich wünsche dir, dass du im neuen Job genauso schnell deinen Platz findest wie hier.

  • Man merkt erst, wie viel jemand im Hintergrund erledigt, wenn er geht. Danke für alles, was du für uns getan hast – auch für das, was keiner gesehen hat.

  • Ich habe in den letzten Jahren viel von dir gelernt, fachlich und menschlich. Das nehme ich mit. Alles Liebe für deinen nächsten Schritt!

  • Für die neue Stelle wünsche ich dir Aufgaben, die dich fordern, und Kollegen, die dich so schätzen wie wir.

  • Unsere Mittagspausen waren oft das Beste am Tag. Lass uns die Tradition am Leben halten, auch wenn wir jetzt nicht mehr im selben Gebäude sitzen.

  • Abschied heißt nicht, dass wir uns aus den Augen verlieren. Meine Nummer hast du, und ich erwarte Berichte aus dem neuen Job!

  • Danke, dass du in stressigen Wochen ruhig geblieben bist und uns alle mitgezogen hast. Du warst für dieses Team viel mehr als nur jemand vom Nachbarschreibtisch.

Lustige Sprüche zum Abschied

Humor macht den Abschied leichter, solange der Witz auf Kosten des Büros oder auf Ihre eigenen geht und nicht auf die der Person. Ein Beispiel: „Wer soll jetzt die Kaffeemaschine entkalken?“ funktioniert, weil darin ein kleines Lob steckt. „Endlich ist hier Ruhe“ kann dagegen auch beim lustigsten Kollegen falsch ankommen.

  • Wer soll jetzt bitte die Kaffeemaschine entkalken? Alles Gute – du wirst vermisst, und zwar nicht nur deswegen.

  • Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Flucht! Wir halten hier tapfer die Stellung.

  • Du gehst einfach, ohne uns um Erlaubnis zu fragen. Wir verzeihen dir trotzdem. Alles Gute!

  • Mit dir war selbst der Montag erträglich. Wir wünschen dir einen Start im neuen Job, der sich anfühlt wie Freitagnachmittag.

  • Der neue Arbeitgeber bekommt dein Fachwissen, deine gute Laune und deinen Kuchen. Wir behalten die Erinnerung. Unfair, aber alles Gute!

  • Denk bitte daran: Die neuen Kollegen sind bestimmt nett, aber wir waren zuerst da.

  • Du warst die Nummer eins in diesem Team. Sag’s nicht weiter, die anderen unterschreiben auch noch.

  • Wir haben überlegt, deinen Stuhl abzuschließen, damit sich niemand draufsetzt. So schnell ersetzt dich hier keiner. Alles Gute!

Kolleginnen und Kollegen an einem Arbeitstisch mit Laptop, Notizblock und Kaffeetasse
Wer jeden Tag am selben Tisch saß, darf persönlicher schreiben als die Abteilung nebenan. Foto: StartupStockPhotos / Pixabay

Für eine Kollegin

  • Liebe Kollegin, danke für die Jahre, in denen du dieses Büro heller gemacht hast. Für deinen neuen Weg wünsche ich dir Mut, Glück und nette Menschen um dich herum.

  • Du hast nie viel Aufhebens gemacht und trotzdem alles zusammengehalten. Danke dafür und alles Gute!

  • Ohne dich wäre ich in meinen ersten Wochen hier verloren gewesen. Danke für deine Geduld. Die neuen Kollegen können sich auf dich freuen.

  • Wer jetzt an deinen Platz kommt, tritt in große Fußstapfen. Alles Liebe für den neuen Job!

  • Deine Ideen, dein Lachen und deine Listen für wirklich alles: Das wird uns fehlen. Alles Gute für dich!

Wenn die Chefin oder der Chef geht

Bleiben Sie bei der Anrede, die Sie im Arbeitsalltag benutzen. Eine Abschiedskarte ist nicht der Moment, plötzlich zu duzen, auch wenn andere in derselben Karte „du“ schreiben. Bei Vorgesetzten wirkt ein Dank für etwas Konkretes (Vertrauen, Freiraum, Rückendeckung) besser als allgemeines Lob, weil er nicht nach Pflicht klingt.

Mit „Sie“

  • Vielen Dank für Ihr Vertrauen und die Freiheit, die Sie uns gelassen haben. Für Ihre neue Aufgabe wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

  • Sie haben uns gefordert und gefördert, und beides haben wir gebraucht. Danke für die gemeinsame Zeit und alles Gute für Ihren weiteren Weg!

  • Mit Ihnen geht ein Stück Teamgeschichte. Wir danken Ihnen herzlich und wünschen Ihnen beruflich wie privat nur das Beste.

Mit „du“

  • Zu dir konnte man mit jedem Problem kommen, und das ist bei Chefs keine Selbstverständlichkeit. Danke dafür – dein neues Team hat großes Glück.

  • Danke, dass du uns den Rücken freigehalten hast, wenn es eng wurde. Wir wünschen dir für die neue Aufgabe alles Gute!

Wenn der Abschied schwerfällt

Nicht jeder geht freiwillig oder gern. Nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber, bei einem Umzug aus familiären Gründen oder nach nur wenigen Monaten passen leisere Worte. Lassen Sie hier Witze und das Wort „Glückwunsch“ weg.

  • Es tut uns leid, dass es so gekommen ist. Wir haben gern mit dir gearbeitet, und daran ändert sich nichts. Für die nächste Stelle wünschen wir dir ein Team, das dich zu schätzen weiß.

  • Eine neue Stadt, ein neuer Anfang: Wir wünschen dir, dass du dort schnell ankommst. Und falls du Heimweh nach uns bekommst, weißt du, wo du uns findest.

  • Wir hatten nicht viel Zeit zusammen, aber sie war gut. Alles Gute für deinen weiteren Weg!

Karte, E-Mail oder WhatsApp?

In die Karte gehören Anrede, zwei bis vier Sätze, Gruß und Name; in der Gruppenkarte ein bis zwei Zeilen. Die Abschiedsmail an den ganzen Verteiler schreibt meist die Person, die geht. Antworten Sie darauf nicht über „Allen antworten“, sondern nur ihr persönlich.

Per WhatsApp darf es kürzer und lockerer sein, auch mit Emoji, wenn Sie einander sonst auch so schreiben. Persönliches gehört in den Einzelchat, nicht in die große Teamgruppe. Ein guter Zeitpunkt ist der Morgen des ersten Tages im neuen Job: Ein „Viel Erfolg heute!“ kommt dann besonders gut an. Geht die Person in den Ruhestand statt in einen neuen Job, finden Sie passende Worte bei unseren Sprüchen zum Ruhestand.

Häufige Fragen

Was schreibt man einem Kollegen zum Abschied?

Am besten drei Dinge: einen Dank für die Zusammenarbeit, einen guten Wunsch für die Zukunft und, wenn möglich, ein persönliches Detail. Zwei bis vier Sätze reichen, ein Gedicht ist nicht nötig.

Duzen oder siezen in der Abschiedskarte?

Verwenden Sie die Anrede, die Sie auch im Büro benutzen. Wer sich im Alltag siezt, bleibt auch in der Karte beim Sie, selbst wenn andere in derselben Karte duzen.

Was schreibe ich, wenn ich den Kollegen kaum kenne?

Ein kurzer, freundlicher Satz genügt, zum Beispiel: „Danke für die gute Zusammenarbeit und alles Gute für den neuen Weg!“ Vermeiden Sie persönliche Formulierungen, die nicht stimmen.

Wie lang sollte ein Text in der Gruppenkarte sein?

Ein bis zwei Zeilen pro Person. Bei zwanzig oder mehr Unterschriften sollte jeder Text kurz bleiben, damit alle Platz finden und die Karte lesbar bleibt.

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